Begriffsdefinitionen


Auf dieser Seite werden Begriffe erklärt, die weder selbsterklärend sind noch direkt auf der Seite beschrieben werden auf der sie auftauchen.
Begriff Beschreibung
CMM: Capability Maturity Model
Dieses Vorgehensmodell definiert den Reifegrad eines Unternehmens anhand verschiedener Kriterien wie Projektmanagement, Prozessmanagement und kontinuierlicher Prozessverbesserung. Es wird vor allem in Unternehmen des angloamerikanischen Raums verwendet.
Header: Ein Header ist ein Kodeabschnitt der die nachfolgende Klasse, Funktion, Datenstruktur, ... beschreibt. Ein Header muss mindestens die Funktionalität des Kodeabschnitts, die Eingangs- und Ausgangsdaten und die Änderungshistorie enthalten (unter Java sollte dafür vernünftigerweise JavaDoc verwendet werden).
Kick-Off-Besprechung: Besprechung, die den formellen Beginn des Projektes symbolisiert. In dieser Besprechung werden die wichtigsten Rahmenbedingungen des Projektes, die Ziele und die beteiligten Personen vorgestellt.
Kritischer Pfad: Der kritische Pfad ist die längste Abfolge von voneinander abhängigen Tätigkeiten im Projekt. D.h. durch diesen Pfad wird der Zeitpunkt des Projektendes definiert (siehe Beispiel für einen kritischen Pfad ).
Mensch-Monat: Politisch korrekter Ersatz für Mann-Monat (manchmal auch Personen-Monat). Dieser Begriff bezeichnet die Arbeitsleistung, die eine Person in einem Monat erbringen kann. Analog dazu gibt es auch Mensch-Tag und Mensch-Jahr. Damit wird auch die Größe von Projekten beschrieben.
Modul: Ein Modul ist die kleinste Einheit aus der das Gesamtsystem besteht (aus Sicht des Projektmanagements). Segmente setzen sich aus Modulen zusammen, Segmente bilden wiederum Sub-Systeme und diese wiederum bilden das Gesamtsystem.
Prototyp: Ein Prototyp dient dazu dem Kunden/Anwender frühzeitig ein teilweise funktionsfähiges Modell des späteren Systems an die Hand zu geben. Dadurch können Analysefehler erkannt werden und der Kunde/Anwender erkennt auch noch bisher nicht definierte Anforderungen.   
Repository: Dieser Begriff bezeichnet einen zentralen Ort, an dem alle wichtigen Dateien der Projektes gespeichert sind (inkl. deren Änderungsstände). Im Normalfall ist das Repository eine Datenbank, die von einem SCM-Tool (Software-Konfigurationsmanagement-Werkzeug) verwaltet wird.
Ressourcen: Der Begriff Ressourcen wird hier für menschliche und für sächliche Ressourcen verwendet. D.h. zum einen Personen, die für das Projekt zur Verfügung stehen und zum anderen Infrastruktur, Räume, Computer, ... 
Segment: Segmente sind abgeschlossene Bestandteile des Gesamtsystems. Bei kleineren Projekten besteht das System direkt aus den Segmenten, bei größeren Projekten bilden die Segment Sub-Systeme und diese wiederum bilden das Gesamtsystem. Ein Segment muss nicht notwendigerweise selbst entwickelt werden, es kann z.B. eine Zukaufsoftware (Java-Bean) oder eine externe Auftragsentwicklung sein.
Spiralmodell: Ein weiter entwickeltes Vorgehensmodell, das u.a. sich ändernde Anforderungen und die Entwicklung in Inkrementen berücksichtigt.
Sub-System: Sub-Systeme sind die Bausteine aus der das Gesamtsystem (Endprodukt des Projektes) gebildet wird. Insbesondere wenn Teilbereiche der Gesamtfunktionalität sehr groß, überdurchschnittlich komplex und nur locker mit anderen Teilen verbunden sind ist es sinnvoll diese Teilbereiche als Sub-System zu entwickeln. Dies bietet sich z.B. an, wenn ein Teil des Systems auf einem Unix-System mittels SAP realisiert wird und ein anderer Teil auf einer Mainframe läuft. Die beiden Sub-Systeme können dann mittels Teilprojekten relativ unabhängig voneinander entwickelt werden, wodurch sich die Komplexität für die einzelnen Projektmitarbeiter deutlich verringert. Auch das Management der beiden kleineren Projekte ist dann einfacher durchzuführen (als Zusatzaufwand entsteht natürlich die Abstimmungsarbeit zwischen den Teilprojekten).
UML: Unified Modelling Language
Mit Hilfe dieser "Sprache" ist es möglich die Analyse und das Design von Systemen standardisiert und übersichtlich durchzuführen. Es gibt verschiedene Darstellungsarten innerhalb der UML, so z.B. die Use Case Diagramme (Prozesse aus Sicht eines Anwenders), die Klassendiagramme und vieles andere mehr. Die UML wird mittlerweile durch einige leistungsfähige Tools unterstützt (Rational Rose, Innovator, Select, ...).
V-Modell: Ein sehr ausgeklügeltes Vorgehensmodell, das bei der Durchführung von großen Projekten in Betracht gezogen werden sollte. Es erfordert eine immense Einarbeitungszeit für alle Projektmitarbeiter und ein hohes Maß an Disziplin. Für komplexe Projekte mit einem großen Anforderungsumfang und vielen beteiligten Stellen ist es jedoch sehr gut geeignet. Das Modell wird über die Jahre hinweg immer weiter entwickelt und dadurch den aktuellen Gegebenheiten angepasst.
Wasserfallmodell: Ein sehr einfaches Vorgehensmodell, bei dem die Tätigkeiten stur hintereinander ausgeführt werden. In der Praxis ist ein reines Wasserfallmodell zu unflexibel und nicht geeignet für heutige Gegebenheiten (stetig sich ändernde Anforderungen, sehr kurze Produktlebenszyklen, ...).

Vorherige Seite  Projektaspekte Literaturverzeichnis Nächste Seite